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Sie
sind hier: Vorsorge
| Mehr Bewegen - mehr vom Leben! |
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1.
Einleitung
Wer sich bewegt, fühlt sich rundum wohler.
Warum treiben die meisten Österreicher trotzdem
viel zu wenig Sport? Wo es heute doch so viele Möglichkeiten
gibt wie nie zuvor – Radwege, Walkingmeilen,
Parks mit Fitnessparcours und, und, und!
Ein kleiner, gemeiner „Saboteur“ hindert
uns daran, unsere guten Vorsätze in die Tat
umzusetzen: der innere Schweinehund! Überwinden
Sie Ihren Schweinehund, und Sie werden sehen: Nach
den ersten anstrengenden Trainingseinheiten kommt
auch die Freude an der Bewegung. |
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| Denken
Sie daran: |
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Jeder
kann fit werden – unabhängig
vom Alter!
Ein maßgeschneidertes Trainingsprogramm
kombiniert mit bewusster Ernährung
wird Ihr Leben zum Positiven verändern.
Und das viel umfassender als nur in Bezug
auf körperliche Fitness und Gewichtskontrolle.
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Was
bewirkt regelmäßiges Training?
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Ihre
Muskeln werden straffer. |
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Ihre Knochen werden
stärker. |
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Ihr
Herz wird zu einer effizienten
Blutpumpe. |
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Die Muskeln können
den Sauerstoff
aus dem Blut besser aufnehmen. |
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Aktive Menschen
haben einen niedrigeren Blutdruck, können
besser schlafen, leiden weniger unter Stressbelastung
und haben generell eine längere Lebenserwartung.
Übrigens:
Wir alle sind sehr kreativ, wenn’s um Ausreden
geht, warum wir gerade heute keine Bewegung machen
können: Wetter zu kalt, Zeit zu knapp, tolles
Fernsehprogramm … Tricksen Sie Ihren inneren
Schweinehund aus! Betrachten Sie Bewegung als essentiellen
Teil Ihres Lebens, genauso wie Schlafen und Essen.
Wenn Sie das akzeptiert haben, werden Sie auch die
Zeit für Ihr Training finden. |
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| 2. Erfolgreiches
Bewegungsprogramm |
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Der Erfolg Ihres Bewegungsprogrammes hängt
von drei Dingen ab: Häufigkeit,
Intensität und Zeitdauer.
A. Häufigkeit
Einen optimalen Trainingseffekt erzielen Sie mit
mindestens drei Trainingseinheiten
pro Woche. Schnelles Gehen (Walking) eignet
sich sehr gut – besonders für „Einsteiger“:
Es birgt eine sehr geringe Verletzungsgefahr und
führt kaum zu Muskelermüdung, selbst wenn
Sie es zu Beginn häufiger ausüben als
dreimal wöchentlich.
Wenn Sie lieber gleich mit Joggen oder einem anderen
Sport mit höherer Belastungsintensität
beginnen, dürfen Sie es ja nicht übertreiben!
Geben Sie Ihrem Körper, vor allem Ihren Muskeln
und Ihren Gelenken, zwischen den Trainingsphasen
genug Zeit, sich wieder zu erholen und sich an die
neue, ungewohnte Belastung zu gewöhnen.
Das heißt: Zwischen den Bewegungseinheiten
immer einen Erholungstag einlegen
– zumindest am Anfang. Optimal ist
es, Sportarten mit unterschiedlichen Bewegungsmustern
zu kombinieren. So minimieren Sie das Risiko der
Überbelastung einzelner Muskelgruppen. Wechseln
Sie Sportarten mit höherer Intensität
(Joggen, Aerobic) und solche mit niedriger Intensität
(Walking, Inlineskaten, Radfahren) ab.
B . Intensität
Die Effizienz Ihres Trainings hängt maßgeblich
von der Bewegungsintensität ab: Die
Intensität ist dann optimal, wenn Fett verbrannt
wird und Muskeln aufgebaut werden.
Achtung: Optimale
Intensität heißt nicht größtmögliche
Intensität! Wenn Sie sich zu sehr belasten,
kommen Sie in den sauerstoffarmen Stoffwechselbereich.
Das bedeutet, dass zu wenig Sauerstoff für
die Energiegewinnung in die Muskeln gelangt, vermehrt
Milchsäure entsteht und der Muskel übersäuert.
Woran erkennt
man, dass man sich im optimalen Intensitätsbereich
befindet?
Ihre Herzfrequenz ist ein indirektes Zeichen dafür,
wie sehr sich Ihr
Körper anstrengt. Sie können die Trainingsintensität
steuern, indem Sie Ihre persönliche Zielherzfrequenz
bestimmen:
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| Berechnen
Sie Ihre optimale Herzfrequenz: |
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Als erste Zahl errechnen
Sie Ihre maximale Herzfrequenz mit dieser einfachen
Formel:
220
– Alter = maximale Herzfrequenz/Minute
Beispiel:
Bei einem 45-jährigen Menschen lautet die
Formel: 220 – 45 = 175 Schläge/Minute.
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| Ein Training bei maximaler Herzfrequenz wäre
völlig falsch. Wir benötigen die Zahl
nur zur Berechnung Ihrer Zielherzfrequenz.
Und diese sollte zwischen
50% und 85% Ihrer maximalen Herzfrequenz betragen.
Wenn Sie weniger fit sind oder medizinische Probleme
haben, dann sollten Sie im niedrigen Frequenzbereich
(50–70%) trainieren. Für gesunde, aktive
Menschen eignet sich ein höherer Bereich von
ca. 85%. |
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| Berechnen Sie
Ihre Zielherzfrequenz |
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Formel:
maximale Herzfrequenz x 0,5
(bzw. x 0,85) = Zielherzfrequenz
Beispiel:
45-jähriger Mensch, Zielherzrate 220 –
45 = 175
175 x 0,5 = 88 Schläge pro Minute (50 %)
175 x 0,85 = 149 Schläge pro Minute (85 %)
Der Zielbereich der Herzfrequenz liegt also bei
einem 45-Jährigen zwischen 88 und 149 Schlägen
pro Minute. |
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| Die einfachste Methode,
die richtige Trainingsintensität zu bestimmen,
ist der „Sprechtest“: Wenn
Sie während des Trainings ohne besondere
Anstrengung sprechen können, trainieren Sie
im optimalen Bereich.
C. Zeitdauer
Um Ihr Herz-Kreislauf-System zu stärken,
sollte jede Bewegungseinheit
mindestens 30 Minuten betragen
– dreimal wöchentlich. Nach
und nach können Sie Ihre Einheiten um 5 Minuten/Woche
steigern.
Aller Anfang … fällt gar nicht so schwer,
wenn Sie eine Sportart wählen, die Sie gerne
ausüben: Walking, Joggen, Aerobic, Inlineskaten
oder Radfahren sind gute Einstiegssportarten.
Wichtig zu Beginn: Gehen Sie es langsam an! Wie
bereits erwähnt, ist Walking (schnelles Gehen)
besonders geeignet: Die Verletzungsrate ist gering
und es erfordert keine besonderen Fertigkeiten
oder Ausrüstungen; Sie können es jederzeit
und überall ausüben. Diese Form der
Bewegung ist besonders für Anfänger
geeignet, weil sich die Intensität beliebig
steigern lässt und Fortschritte rasch spür-
und erlebbar sind.
Für welches Training Sie sich auch entscheiden,
achten Sie darauf, dass es im
sauerstoffreichen Bereich stattfindet.
Ziel sollte immer die rhythmische und kontinuierliche
Bewegung einer großen Zahl von Muskelgruppen
sein. |
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3. Bewegung
… aber sicher! So vermeiden Sie Verletzungen |
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Beachten
Sie folgende Punkte:
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Eine gute
Ausrüstung ist das A und O. Es
zahlt sich aus, in gute, passende Walking-
oder Joggingschuhe zu investieren. |
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Walken oder Joggen sollten
Sie eher auf weichen
Böden ausüben. Empfehlenswert
ist es, wenn Ihre Joggingroute unterschiedliche
Bodenbeschaffenheiten aufweist. |
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Mit Aufwärm-
und Abkühlphasen bereiten Sie Ihren Körper
auf den Beginn und das Ende der Trainingseinheit
vor. Aufwärmen:
5–10 Minuten, eine weniger intensive
Version der anschließenden Bewegung.
Abkühlen:
Verhindert, dass sich das Blut in den Beinen
sammelt. Ideal für Dehnungsübungen. |
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4. So läuft
alles nach Plan: der langfristige Trainingsplan |
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Was
bewirkt regelmäßiges Training?
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Phase
1: In den ersten 4–6 Wochen muss
sich der Körper allmählich an das
Training gewöhnen. Während dieser
Zeit sollte die Bewegungsintensität im
unteren Bereich der Herzfrequenz liegen, zwischen
50 und 70%.
Das Zauberwort in den ersten Wochen lautet:
Regelmäßigkeit |
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Phase
2: Nach 3–6 Monaten werden Sie eine
deutliche Verbesserung bemerken. Ab diesem Zeitpunkt
können Sie die Trainingsintensität bis
zu einer Zielherzfrequenz von 80% Ihrer maximalen
Herzfrequenz steigern. |
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Phase
3: Diese Phase beginnt dann, wenn Sie Ihren
gewünschten Fitnessgrad erreicht haben. Jetzt
geht es darum, diesen Grad zu halten. Rund 6 Monate
nach dem Trainingsbeginn sollten die regelmäßigen
Bewegungseinheiten zu einem Fixpunkt in Ihrem Alltag
geworden sein. Dann können Sie die Länge
Ihrer Bewegungseinheiten schrittweise auf 60 Minuten
steigern. |
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Bewegung
hält Sie und Ihr Herz gesund!
Für welche Aktivität Sie sich auch entscheiden:
Ihr Herz wird es Ihnen danken! |
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Beachten
Sie:
Die LLR-Regel
fasst die drei wichtigsten Erfolgsfaktoren
für richtiges Training zusammen:
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Langsam!
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Länge:
30 Minuten |
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Regelmäßig
= 3 x pro Woche |
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