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Risikofaktoren
 
 
Unbeeinflussbare Risikofaktoren

>> 1. Alter
>> 2. Geschlecht
>> 3. Vererbung
 
 

1. Alter

Es ist allgemein bekannt, dass das Alter eine Rolle bei Herz-Kreislauferkrankungen spielt. Je früher Sie beginnen, etwas für Ihr Herz-Kreislauf-System zu tun, desto geringer ist das Risiko einer Erkrankung.

Männer über 45:
Ihr Alter können Sie nicht ändern. Aber Ihren Lebensstil! Durch eine Änderung alltäglicher Gewohnheiten können Sie Ihr Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung drastisch reduzieren.

Frauen über 55:
Ab den Wechseljahren gleicht sich das Herz-Kreislauf-Risiko von Frauen langsam an das der Männer an. Minimieren Sie das Risiko, indem Sie Ihren Lebensstil genau unter die Lupe nehmen und gegebenenfalls ändern.

 
2. Geschlecht
   
  Herzinfarkt – Männersache?

Irrtum! In Summe sterben mehr Frauen am Herzinfarkt als Männer. 50 % der Frauen sterben bereits beim ersten klinischen Ereignis. 35 % der Herzinfarkte bei der Frau sind stumm, d. h. bleiben unbemerkt. Frau (selbst, Umgebung, Arzt/Ärztin) denkt nicht an Infarkt, das ist ja vermeintlich eine Männerkrankheit. Konsequenz: Später daran denken, seltener und später diagnostizieren, weniger und spätere Therapie, schlechtere Prognose.

Frauen entwickeln Herzerkrankungen ungefähr zehn Jahre später als Männer. Mit zunehmendem Alter steigt das kardiovaskuläre Risiko. Dies ist unter anderem auf den fallenden Hormonspiegel (Östrogen) nach der Menopause zurückzuführen.

Medizinische Studien haben gezeigt, dass das weibliche Hormon „Östrogen“, das den Menstruationszyklus reguliert, junge Frauen gegen Herzinfarkt schützt, indem es das „gute“ Cholesterin (siehe Risikofaktor Cholesterin) im Blut erhöht. Das gute (=HDL) Cholesterin hilft bei der Vorbeugung von Verkalkungen in den Blutgefäßen. Diese Verkalkungen bestehen im frühen Stadium aus Ansammlungen von (=LDL) „schlechtem“ Cholesterin, Fetten und Abfallstoffen unseres Bluts.

Daher ist es wichtig, das Problem zu erkennen und sich um die eigenen Risikofaktoren im Wesentlichen zu kümmern und deren Beseitigung konsequent zu betreiben.
 
3. Vererbung
   
 

Das vermehrte Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der engsten Familie bedeutet, dass auch Ihr Risiko erhöht ist. Wenn Ihre Eltern z. B. einen erhöhten Blutdruck oder erhöhte Cholesterinwerte hatten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen entwickelten, sollten Sie besonderes Augenmerk auf Ihren Blutdruck beziehungsweise Ihre Cholesterinwerte legen.