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Übergewicht
Übergewicht belastet nicht nur den Bewegungs-
und Stützapparat, sondern überfordert
auch das Herz-Kreislauf-System. Jedes Kilogramm zuviel
bedeutet eine Mehrarbeit
für das Herz. |
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Die Aktivität
des Herzens ist aber wiederum durch Fetteinlagerungen
zwischen den Muskelfasern eingeschränkt.
Zusätzlich ist Übergewicht sehr häufig
mit Fettstoffwechselstörungen (hoher Cholesterinwerte),
Bluthochdruck, Diabetes mellitus und Gicht verbunden
- viele zusätzliche Risikofaktoren für
Herz-Kreislauferkrankungen
Fast jeder dritte Erwachsene in den westlichen Industrieländern
ist übergewichtig – Österreich ist
da leider keine Ausnahme! Zentrale Fettleibigkeit
erkennt man daran, dass das Fett hauptsächlich
am Bauch angesiedelt ist. |
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Messen
Sie Ihrem Bauchumfang daher mehr Bedeutung bei!
Das Lipidforum austriacum
hat die Zielwerte der amerikanischen Richtlinien
zur Bekämpfung der Fettkrankheit und der Herz-Kreislauf-Erkrankungen
für Österreich adaptiert:
Der Bauchumfang sollte
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bei Frauen unter
90 cm und |
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bei Männern unter 100
cm liegen! |
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Richtiger
Zeitpunkt: am Morgen – vor dem
Frühstück – im Badezimmer
– unbekleidet – vor dem Spiegel |
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Richtige
Höhe: Dort, wo der Bauch den größten
Umfang hat. Bei den meisten Menschen ist das
etwa in Nabelhöhe. Individuelle Stelle
suchen und merken! |
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Messung
1: Bauch ganz einziehen und messen. |
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Messung 2: Bauch
ganz hinausstrecken und messen. |
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Messung
3: Bauch entspannen und Umfang in Mittellage
messen. Diese Messung ergibt den wichtigsten
Wert, für den auch die oben angeführten
Zielwerte gelten. Es empfiehlt sich dennoch,
auch die beiden anderen Werte zu notieren.
Wenn die Differenz zwischen Ausatmen und Einatmen
größer wird, so ist das oft ein
Zeichen, dass man auf den Richtigen Weg ist. |
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| In wissenschaftlichen Arbeiten konnte gezeigt
werden, dass ein Bauchumfang über das Maß
von 90 cm bei Frauen und 100 cm bei Männern
ein guter Maßstab für ein erhöhtes
kardiovaskuläres Risiko ist. Ein zu großer
Bauchumfang birgt die Gefahr
erhöhter Cholesterinwerte und damit
ein erhöhtes Risiko
mit sich, eine Gefäßerkrankung
(z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall) zu entwickeln.
Die Gefäße halten die Einlagerung von
Fetten viele Jahre ohne Schmerzen oder sonstige
Symptome aus. Man bemerkt die Krankheit erst, wenn
ein lebensbedrohlicher Zustand eintritt. An einer
Stelle wird das Gefäß brüchig und
das austretende Fett führt zu einem akuten
Verschluss des Gefäßes – es kommt
zum Herzinfarkt oder Schlaganfall. |
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Und
– die Reduktion des Bauchumfanges um 1 Zentimeter
bedeutet eine 3 %ige Reduktion des kardiovaskulären
Risikos!*
Übergewichtige
Menschen sind außerdem von Diabetes, Bluthochruck
und erhöhten Cholesterinwerten viel häufiger
betroffen als schlanke Menschen. |
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Wann haben Sie Übergewicht?
Ihr Normalgewicht, das innerhalb bestimmter Toleranzgrenzen
liegen darf, läßt sich leicht mit dem
sogenannten Körpermassenindex
BMI (vom englischen "Body Mass Index")
errechnen. |
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| Die Formel lautet: |
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Formel:
Körpergewicht in kg
/ (Körpergröße in Metern x Körpergröße
in Metern) = BMI
Beispiel:
Größe 170 cm, Körpergewicht 67
kg
67 / (1,7 x 1,7) = 23 |
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Sind Sie jünger
als 30 Jahre, sollte Ihr persönlicher BMI nicht
niedriger als 20 und nicht höher als 25 sein.
Sind Sie älter, darf er zwischen 22 und 27
liegen. Haben Sie höhere
Werte als 25 bzw. 27,
sind Sie übergewichtig - ein ernstzunehmender
Risikofaktor.
Es gibt viele Ursachen
für Übergewicht – deshalb müssen
individuelle Maßnahmen zur Gewichtsreduktion
gesetzt werden. Crash-Diäten, die große
Erfolge in kurzer Zeit versprechen, sind keine langfristige
Lösung. Es gibt zahlreiche Programme zur Gewichtsreduktion.
Gewichtsabnahme sollte unter fachkundiger Aufsicht
und Begleitung (Arzt, Dipl. Diätassistenten)
erfolgen. Dazu ist eine Kombination aus richtiger
Ernährung und Bewegung notwendig. Ziel ist
eine langsame, aber dauerhafte Gewichtsabnahme. |
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| *(Sinzinger H., Kritz
H.: Risikoreduktion durch Bauchumfangmessung: Österreichischer
Cholesterinkonsens 2002 (in press) |
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