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1.
Welche Therapie gibt es?
An erster Stelle steht die Behandlung bzw. Vermeidung
der Risikofaktoren. Ein erhöhter Blutdruck
und erhöhte Blutfettwerte sollten gesenkt werden.
Regelmäßige körperliche
Aktivität führt zu einer Verbesserung
der Prognose und der Beschwerden. Ausdauersportarten
sind gegenüber Schnellkraft- oder Kraftsportarten
zu bevorzugen. In Herzgruppen wird unter fachkundiger
Beobachtung individuell angepasst geübt.
Sind intensivere Maßnahmen erforderlich, kann
ein verengtes Herzkranzgefäß aufgedehnt
werden. Dies geschieht mit Hilfe eines kleinen Ballonkatheters,
der über die Leistenarterie durch die Blutgefäße
in das verengte Herzkranzgefäß vorgeschoben
wird (Ballondilatation).
Manchmal wird noch als Gefäßstütze
ein Metallgitter (Stent) eingesetzt. Neben der Ballondilatation
stehen weitere Katheter-Verfahren zur Verfügung.
Eventuell kann eine Bypass-Operation
erforderlich sein. Hier wird die Verengung mittels
einer Vene, die dem Patienten an einer anderen Körperstelle
entnommen wird, überbrückt. |
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2. Welche Medikamente
werden eingesetzt?
Für die Behandlung der koronaren Herzkrankheit
gibt es verschiedene Medikamente, die entweder
allein oder teilweise in Kombination eingenommen
werden können. Die am häufigsten
verordneten Medikamente zur Behandlung der
koronaren Herzkrankheit sind: |
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Nitropräparate
Sie verringern den Sauerstoffbedarf des Herzens,
indem sie die Herzarbeit erleichtern, und
sie erhöhen das Sauerstoffangebot für
die Herzmuskelzellen, indem sie die Durchblutung
des Herzmuskels verbessern. Da einige dieser
Medikamente sehr schnell wirken, werden sie
direkt bei einem Angina-pectoris-Anfall eingesetzt,
um ihn möglichst rasch zum Abklingen
zu bringen. Für die Dauerbehandlung werden
langsamer wirkende Nitropräparate verwendet,
um das Auftreten eines Angina-pectoris-Anfalls
möglichst zu verhindern. |
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Betablocker
Sie verlangsamen den Herzschlag und senken
den Blutdruck. Dadurch erleichtern sie die
Arbeit des Herzens, d. h., der Sauerstoffbedarf
wird verringert. Betablocker werden als Dauertherapie
eingesetzt, um das Auftreten von Angina-pectoris-Anfällen
möglichst zu verhindern. |
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Calcium-Antagonisten
Sie erweitern die Blutgefäße und
die Koronararterien. Dadurch wird einerseits
die Arbeit des Herzens wesentlich erleichtert,
d. h., der Sauerstoffbedarf ist deutlich verringert.
Andererseits kann mehr Blut durch die erweiterten
Koronararterien fließen, was das Sauerstoffangebot
deutlich erhöht. Calcium-Antagonisten
werden für die Dauerbehandlung der koronaren
Herzkrankheit eingesetzt, um das Auftreten
von Angina-pectoris-Anfällen möglichst
zu verhindern. Gleichzeitig können sie
auch einen sehr wichtigen Risikofaktor für
die koronare Herzkrankheit - den Bluthochdruck-
günstig beeinflussen. Neuere Calcium-Antagonisten
bieten bei nur 1x täglicher Gabe einen
gleichmäßigen Schutz über
24 Stunden und decken so auch die kritischen
Stunden am frühen Morgen ab. |
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3.
Was sollten Sie über Ihr Medikament wissen?
Wenn feststeht, welches Medikament Sie einnehmen
müssen, sollten Sie mindestens Folgendes
darüber wissen: |
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Den Namen;
wenn Sie Medikamente gegen verschiedene Erkrankungen
einnehmen, wäre es günstig zu wissen,
welches Medikament gegen welche Krankheit
eingenommen wird; |
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Wann,
wie oft und wie
viel Sie einnehmen müssen; |
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Welche Nebenwirkungen
möglicherweise auftreten können.
Hinweise zu möglichen Nebenwirkungen,
die aber nicht jeder Patient bekommen muss,
finden Sie in der Gebrauchsinformation, die
jeder Packung beiliegt. Die Aufzählung
möglicher Nebenwirkungen sollte Sie nicht
erschrecken, sondern veranlassen, aufmerksam
zu sein und mit Ihrem Arzt zu sprechen, wenn
Sie eine der aufgezählten Erscheinungen
beobachten. Sie sollten keinesfalls die Behandlung
unterbrechen oder die Dosierung ändern,
ohne mit Ihrem Arzt darüber gesprochen
zu haben, da der Blutdruck beim Abbrechen
der Behandlung wieder ansteigen und Ihnen
dadurch ein Schaden entstehen kann. Gerade
bei der Behandlung des Bluthochdrucks fühlen
sich manche Patienten in den ersten Tagen
unwohl, bis sich der Körper an den neuen
Druck gewöhnt hat. Einige Patienten fühlen
sich durch den niedrigeren Blutdruck zunächst
etwas müde oder schwach. Da Alkohol dies
verstärkt, sollten Sie zu Beginn der
Behandlung möglichst darauf verzichten.
Ihr Arzt wird im Gespräch mit Ihnen entscheiden,
welche Maßnahmen am besten zu treffen
sind, falls Sie Beschwerden haben sollten. |
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Ob Wechselwirkungen
mit anderen Medikamenten auftreten können,
die Sie gleichzeitig einnehmen. Auch zu diesem
Punkt finden Sie Hinweise in der Gebrauchsinformation.
In der Regel bedeutet ein solcher Hinweis
nicht, dass Sie diese Medikamente überhaupt
nicht zusammen einnehmen dürfen. Wenn
Sie eines der dort aufgeführten Medikamente
bereits einnehmen oder wegen einer anderen
Erkrankung einnehmen müssen, kann Ihnen Ihr
Arzt sagen, ob eventuell die Dosis verändert
werden sollte oder ob sonstige Maßnahmen
zu ergreifen sind. Auch hier gilt: Die Behandlung
nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt ändern
oder abbrechen. |
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