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Herz Kreislauferkrankungen
 
 

Bluthochdruck

1. Einleitung
2. Änderung des Lebensstils
3. Medikamentöse Therapie
4. Blutdrucksenkende Medikamente
5.
Was ist zu beachten?
6. Wissenswertes über Medikamente

 
 

1. Einleitung

Entscheidend ist der Schutz vor Schäden, die ein dauerhaft erhöhter Blutdruck verursacht. Unbehandelt sinkt die Lebenserwartung deutlich.

Mögliche Folgeerkrankungen:

 
 
>> Arterienverkalkung
>> Blindheit
>> Nierenversagen
>> Herzversagen
>> Herzinfarkt
>> Hirnblutung (Schlaganfall, Apoplexie)
2. Änderung des Lebensstils

Bei zu hohem Blutdruck ist der erste Schritt in die richtige Richtung, den Lebensstil zu überdenken und die Risikofaktoren zu reduzieren. Achten Sie auf folgendes:
>> Verzichten Sie auf das Rauchen!
>> Gesunde, fettarme, abwechslungsreiche Ernährung mit viel Gemüse
>> Gewichtsreduktion
>> Ausreichend Bewegung (ein täglicher halbstündiger Spaziergang im flotten Tempo reduziert Ihr Risiko bereits um 20 bis 30 Prozent)
>> Das Befolgen ärztlicher Ratschläge
Ändern Sie Ihren Lebensstil! - Besprechen Sie mit Ihrem Arzt, wie Sie den ersten Schritt in die richtige Richtung machen können. Falls eine Änderung des Lebensstils nicht den gewünschten Erfolg bringt, stehen verschiedene blutdrucksenkende Medikamente zur Auswahl.
3. Was ist bei einer medikamentösen Therapie zu beachten?

Erfordert der Bluthochdruck
medizinische Behandlung, muss diese meist lebenslang erfolgen. Die Therapie darf keinesfalls ohne Rücksprache mit dem Arzt abgesetzt werden. Eine Normalisierung des Blutdrucks ist Folge der Behandlung und kein Zeichen, dass diese überflüssig ist! Die Medikamente sollten besonders regelmäßig und immer zur gleichen Tageszeit eingenommen werden, um jederzeit optimale Wirkspiegel im Blut aufrecht zu erhalten.
4. Welche Medikamente werden zur Blutdrucksenkung eingesetzt?

Zur Blutdrucksenkung stehen mehrere Medikamente (Antihypertensiva) zur Verfügung, die an verschiedenen Stellen im Körper ansetzen:

>> ACE-Hemmer und Angiotesin-II-Rezeptorantagonisten
wirken gefäßerweiternd und damit blutdrucksenkend. Sie hemmen ein Hormon, das gefäßverengend wirkt und entlasten so das Herz.
>> Alpha-Blocker
hemmen bestimmte Rezeptoren in den Gefäßwänden. Dadurch entspannen sich die Gefäße und der Blutdruck fällt.
>> Beta-Blocker
wirken auf den Adrenalin-Haushalt. Das Herz wird entlastet und schlägt etwas langsamer.
>> Diuretika
sind harntreibende Medikamente, die die Ausscheidung von überschüssigen Salzen und zu viel Flüssigkeit fördern. Dadurch wird das Blutvolumen verringert, der Gefäßwiderstand fällt. Diuretika werden in Thiazide, Schleifen-Diuretika und kaliumsparende Diuretika unterteilt, jedes wirkt auf einen anderen Bereich der Niere. Manchmal werden Kombinationspräparate verschrieben. Da diese Medikamente dem Körper Mineralstoffe entziehen, wird oft Kalium zugesetzt. Alternativ können Kaliumtabletten eingenommen werden. Wenn Sie ein Diuretikum einnehmen, werden Sie wahrscheinlich in den ersten Behandlungstagen häufiger zur Toilette gehen müssen.
>> Calcium – Antagonisten
senken die Spannung in den Gefäßwänden. Dadurch fällt der Blutdruck, das Herz muss sich weniger anstrengen. Außerdem wirken sie leicht entspannend auf Herzmuskelzellen und senken so den Sauerstoffbedarf des Herzens.
Welches dieser Medikamente Ihr Arzt für Sie auswählt, wird ganz von Ihrem persönlichen Krankheitsbild abhängen, von Ihrem Alter, der Höhe Ihres Blutdrucks und davon, ob eventuell noch andere Erkrankungen vorliegen. Manchmal wählt der Arzt auch eine Kombination verschiedener Medikamente aus, die sich in ihren Wirkungen gut ergänzen.
 
5. Was ist zu beachten?

Zu Beginn der Therapie fühlen sich manche Patienten mit dem wieder normalisierten Blutdruck etwas weniger wohl. Der Körper passt sich aber bald an die neuen Druckverhältnisse an, die Beschwerden werden geringer. Neben den
Medikamenten ist eine Überprüfung des Lebensstils auf Risikofaktoren wichtig. Durch mehr Bewegung, gesunde Ernährung und Abnehmen bei Übergewicht lässt sich der Blutdruck ebenfalls absenken. Eine der dringlichsten Maßnahmen ist der Verzicht auf Nikotin. Zudem sollte starke psychische Anspannung vermieden werden. Zur besseren Bewältigung von Stress-Situationen empfiehlt sich das Erlernen von Entspannungs-Techniken.
6. Was sollten Sie über Ihr Medikament wissen?

Wenn feststeht, welches Medikament Sie gegen zu hohen Blutdruck einnehmen müssen, sollten Sie mindestens Folgendes darüber wissen:
 
   
>> Den Namen; wenn Sie Medikamente gegen verschiedene Erkrankungen einnehmen, wäre es günstig zu wissen, welches Medikament gegen welche Krankheit eingenommen wird;
>> Wann, wie oft und wie viel Sie einnehmen müssen;
>> Welche Nebenwirkungen möglicherweise auftreten können. Hinweise zu möglichen Nebenwirkungen, die aber nicht jeder Patient bekommen muss, finden Sie in der Gebrauchsinformation, die jeder Packung beiliegt. Die Aufzählung möglicher Nebenwirkungen sollte Sie nicht erschrecken, sondern veranlassen, aufmerksam zu sein und mit Ihrem Arzt zu sprechen, wenn Sie eine der aufgezählten Erscheinungen beobachten. Sie sollten keinesfalls die Behandlung unterbrechen oder die Dosierung ändern, ohne mit Ihrem Arzt darüber gesprochen zu haben, da der Blutdruck beim Abbrechen der Behandlung wieder ansteigen und Ihnen dadurch ein Schaden entstehen kann. Gerade bei der Behandlung des Bluthochdrucks fühlen sich manche Patienten in den ersten Tagen unwohl, bis sich der Körper an den neuen Druck gewöhnt hat. Einige Patienten fühlen sich durch den niedrigeren Blutdruck zunächst etwas müde oder schwach. Da Alkohol dies verstärkt, sollten Sie zu Beginn der Behandlung möglichst darauf verzichten. Ihr Arzt wird im Gespräch mit Ihnen entscheiden, welche Maßnahmen am besten zu treffen sind, falls Sie Beschwerden haben sollten.
>> Ob Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auftreten können, die Sie gleichzeitig einnehmen. Auch zu diesem Punkt finden Sie Hinweise in der Gebrauchsinformation. In der Regel bedeutet ein solcher Hinweis nicht, dass Sie diese Medikamente überhaupt nicht zusammen einnehmen dürfen. Wenn Sie eines der dort aufgeführten Medikamente bereits einnehmen oder wegen einer anderen Erkrankung einnehmen müssen, kann Ihnen Ihr Arzt sagen, ob eventuell die Dosis verändert werden sollte oder ob sonstige Maßnahmen zu ergreifen sind. Auch hier gilt: Die Behandlung nicht ohne Rücksprache mit dem Arzt ändern oder abbrechen.
   
 
 
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