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Herz Kreislauferkrankungen
 
 

Koronare Herzkrankheit
(KHK, Angina pectoris)


1. Was bedeutet KHK?
2. Wie entsteht eine KHK?
3.
Welche Risikofaktoren gibt es?
4. Vorsorgemaßnahmen
5. Welche Beschwerden treten auf?
6.
Wie erfolgt die Diagnose?

 
 
1. Was bedeutet KHK?

Bei der
koronaren Herzkrankheit verengen sich die Blutgefäße (Herzkranzgefäße / Koronarien), die für die Versorgung des Herzmuskels mit Sauerstoff und Nährstoffen zuständig sind. Starke Verengungen dieser Gefäße über 90 Prozent führen zu einer Unterversorgung, und es kann zu Schmerzen in der Herzgegend (Angina pectoris), Engegefühl und Atembeklemmungen kommen. Falls das Blutgefäß ganz verschlossen wird, droht ein Herzinfarkt.
2. Wie entsteht eine KHK?

Die Ursache der koronaren Herzkrankheit ist die fortschreitende Verengung der Herzkranzgefäße aufgrund von
Atherosklerose, im Volksmund auch als Arterienverkalkung bezeichnet. Diese kommt bei allen Menschen höheren Alters in unterschiedlichem Ausmaß vor. Die genauen Ursachen dafür sind noch nicht restlos geklärt, es wurden jedoch einige Risikofaktoren gefunden, die den Krankheitsverlauf beschleunigen.
3. Welche Risikofaktoren gibt es?
   
>> Veranlagung zu Arterienverkalkung / Atherosklerose (Verwandte, die früh an Angina Pectoris erkrankt sind)
>> Hohes Alter
>> Zigaretten Rauchen
>> Männliches Geschlecht
>> Erhöhtes Cholesterin mit hohem LDL- und Triglyzerid-Spiegel, niedrigem HDL-Spiegel
>> Hormonstatus in der Menopause
>> Diabetes mellitus: Aufgrund einer diabetischen Nervenerkrankung kann die Angina pectoris bei diesen Patienten oftmals mit nur geringen oder ohne Schmerzen ("stumm") auftreten.
>> Erhöhter Blutdruck (Hypertonie)
>> Übergewicht
>> Nervliche Anspannung und Stress
>> Bewegungsmangel
4. Vorsorgemaßnahmen - Was kann ich für meine Gesundheit tun?

>> Auf das Rauchen verzichten! Rauchen erhöht Ihr Herzinfarkt-Risiko um das Zwei- bis Dreifache; sind noch andere Risikofaktoren wie Bluthochdruck, erhöhte Blutfette oder Diabetes mellitus vorhanden, steigt dieses bis zum 20fachen an!
>> Gesunde, fettarme, abwechslungsreiche Ernährung mit viel Gemüse
>> Gewichtsreduktion
>> Ausreichend Bewegung (ein täglicher halbstündiger Spaziergang im flotten Tempo reduziert Ihr Risiko bereits um 20 bis 30 Prozent)
>> Entsprechende Diät bzw. Medikamente bei erhöhten Blutfetten
>> Das Befolgen ärztlicher Ratschläge

5. Welche Beschwerden treten bei einem Angina pectoris Anfall auf?

Jeder Patient erlebt einen Angina-pectoris-Anfall in anderer Weise. Die Art der Schmerzen und Beschwerden, ihre Lokalisation und die Häufigkeit ihres Auftretens variieren ganz beträchtlich von einem Patienten zum anderen. Im Allgemeinen dauern die Schmerzen und Beschwerden nur wenige Minuten. Patienten, die einen Angina-pectoris-Anfall erlebt haben, sprechen von:

>> Drückenden Schmerzen hinter dem Brustbein oder im ganzen Brustkorb
>> Ausstrahlen der Schmerzen in den linken Arm bis in die Hand, in beide Arme, in den Hals, den Unterkiefer und die Zähne oder in den Bauch; eventuell Übelkeit, Erbrechen
>> Beklemmendes, würgendes Gefühl im Hals
>> Plötzliche Atemnot
>> Angst, oft Todesangst, Erstickungsangst
>> Schweregefühl, Taubheitsgefühl oder Gefühllosigkeit in Arm, Schulter, Ellenbogen oder Hand - zumeist auf der linken Seite
>> Schweißausbruch, Herzrasen
Patienten beschreiben ihre Beschwerden nicht nur unterschiedlich, es ist auch zu beobachten, dass es verschiedene Arten der Erkrankung gibt. So treten bei einer Form die Beschwerden auch in Ruhe auf, bei einer anderen ist Belastung der Auslösefaktor.

6. Wie erfolgt die Diagnose?

Die Krankengeschichte (Anamnese), die typischen Symptome und das Ergebnis eines EKG (Elektrokardiogramm) führen zur Diagnose. Auch die umgehende Besserung von Beschwerden nach der Einnahme von Nitroglyzerin, einem Medikament, das die Gefäße erweitert, weist auf die richtige Diagnose hin.

 
 
>> Darüber hinaus kann ein Belastungs-EKG gemacht werden: Der Patient sitzt auf einem Trainingsfahrrad oder läuft auf einem Laufband; bei steigender Belastung werden EKG-Kurven aufgezeichnet. Diese Untersuchung gibt darüber Aufschluss, ob die belastungsabhängigen Schmerzen vom Herzen herrühren oder nicht.
>> Die Echokardiographie ist eine Untersuchung des Herzens mit dem Ultraschallgerät. Mit ihr können der Herzmuskel und seine Bewegungen genau und schmerzlos untersucht werden
>> Mit den bildgebenden Verfahren Magnetresonanz-Tomograghie und Computertomographie können Kalkablagerungen in den Herzgefäßen nachgewiesen werden.
>> In manchen Fällen werden die Herzkranzgefäße direkt mit Hilfe eines Herzkatheters untersucht (Koronarangiographie).
 
 
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