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1.
Einleitung - Haben viele Menschen erhöhten
Blutdruck?
Bluthochdruck kann als Volkskrankheit
Nummer eins bezeichnet
werden. Jeder vierte Österreicher ist betroffen.
Das Dilemma: Zu hoher Blutdruck tut nicht weh, wird
daher oft spät diagnostiziert. Sowohl in der
Gesundheitsvorsorge als auch in der Behandlung aufgetretener
Erkrankungen besteht daher großer Handlungsbedarf.
Von entscheidender Bedeutung ist es dabei, Belastungen
des Herz-Kreislaufsystems rechtzeitig zu erkennen,
um ihnen mit den richtigen Maßnahmen entgegenwirken
zu können. |
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2.
Definition des Blutdrucks - Was versteht man unter
Blutdruck?
Der Blutdruck ist der in Blutgefäßen
und Herzkammern herrschende Druck.
Er ist abhängig von der Pumpkraft des Herzens,
dem Gefäßwiderstand und dem Blutvolumen.
Ist der Druck dauerhaft zu hoch, werden über
die Jahre die Blutgefäße geschädigt,
und es drohen Folgeerkrankungen, die den gesamten
Körper betreffen können. |
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3.
Blutdruckwerte
Der Blutdruck wird mit zwei Werten angegeben. Als
optimaler Blutdruck gilt ein Wert unter "120
zu 80" (120 / 80).
Der erste Wert gibt dabei den systolischen Blutdruck
an, dies ist der höchste Druck, der bei der
Kontraktion des Herzens erreicht wird. Der zweite
Wert beschreibt den diastolischen Blutdruck - darunter
versteht man den geringsten Druck, der in den Schlagadern
herrscht, während das Herz sich mit Blut füllt.
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4.
Bluthochdruck
Ist der Blutdruck anhaltend
erhöht, liegt eine Hypertonie (erhöhter
Blutdruck) vor. Nach den neuesten amerikanischen
Richtlinien gilt ein Blutdruck von 120 / 80 als
normal. |
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5.
Ursachen von Bluthochdruck
Häufig kann die Ursache für erhöhten
Blutdruck nicht eruiert werden. In diesem
Fall spricht man von primär
erhöhtem Blutdruck
(Essentielle Hypertonie). Dieser ist meist
Folge einer Kombination verschiedener Risikofaktoren.
Bei der Sekundären
Hypertonie
liegt dem Hochdruck eine andere Krankheit
zugrunde. Folgende Krankheiten können
den Blutdruck erhöhen: Chronische Nierenleiden,
Verengung der Nierenarterien, hormonelle Störungen,
bestimmte Geschwüre und Arterienverkalkung
(Atherosklerose). Auch kann es im Verlauf
einer Schwangerschaft zu Bluthochdruck kommen
(Schwangerschaftshochdruck). |
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6.
Welche Risikofaktoren führen
zu Herz-Kreislauferkrankungen?
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| Die
Tatsache, dass ein oder mehrere Faktoren vorliegen,
heißt nicht unbedingt, dass auch ernste
Herz-Kreislauf-Probleme entstehen müssen,
jedoch steigt die Wahrscheinlichkeit Gesundheitsprobleme
zu bekommen. |
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Familiäre
Neigung zu erhöhtem Blutdruck,
Schlaganfall oder Herzinfarkt |
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Übergewicht |
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Zigaretten Rauchen |
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Diabetes mellitus
(Zuckerkrankheit) |
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Nierenleiden |
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Alkoholmissbrauch
/ -abhängigkeit |
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Fette, salzhaltige
Ernährung |
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Erhöhter
Cholesterinspiegel |
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Zu wenig Bewegung |
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Nervliche Anspannung
und Stress |
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Medikamente (z.
B. Kortisonpräparate und Schlankheitstabletten) |
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Drogenmissbrauch |
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7.
Merkmale - Woran merkt man, dass der
Blutdruck zu hoch ist?
Die Hypertonie
verläuft lange Zeit beschwerdefrei
und macht sich häufig erst durch
die Folgeerscheinungen bemerkbar.
Regelmäßige Kontrolluntersuchungen
sind daher sehr wichtig.
Mögliche
Beschwerden bei sehr hohem Blutdruck: |
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Kopfschmerzen |
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Herzklopfen, Atemnot |
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Schweißausbrüche |
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Sehstörungen |
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Schwindelgefühl |
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Übelkeit,
Erbrechen |
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Bewusstseinstrübung,
Verwirrtheit |
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Nasenbluten |
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Aufhusten von
blutigem Schleim |
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| Das plötzliche
Ansteigen des Blutdrucks wird als hypertensive
Krise (Hochdruckkrise) bezeichnet. Die genannten
Beschwerden treten dabei akut und sehr stark
auf. Es kann sogar zur Bewusstlosigkeit kommen.
Solch ein Notfall erfordert eine umgehende
ärztliche Versorgung. |
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8.
Blutdruckmessung
Zum Messen des Blutdrucks wird ein Blutdruckmessgerät
verwendet. Es besteht aus einer aufblasbaren
Manschette und dem eigentlichen Druckmessgerät,
einem so genannten Manometer. Zur Anzeige
des Drucks dient entweder eine Quecksilbersäule
oder eine Skala mit Zeiger. Im ersten Schritt
wird die Manschette um den Oberarm oberhalb
des Ellbogens angelegt. Die Manschette wird
dann langsam aufgepumpt. Wenn die Manschette
anfängt, auf den Oberarm zu drücken,
steigt die Quecksilbersäule bzw. der
Zeiger im Manometer langsam an. Es wird so
lange weiter Luft in die Manschette gepumpt,
bis in der Schlagader kein Blut mehr aus dem
Oberarm in den Unterarm fließt.
Lässt man die Luft dann langsam wieder
aus der Manschette entweichen, kann man mit
dem Stethoskop in der Ellbogenbeuge hören,
wann das Blut wieder zu fließen beginnt.
Gleichzeitig sinkt auch die Quecksilbersäule
bzw. der Zeiger im Manometer.
Das klopfende Geräusch des fließenden
Blutes, das man mit dem Stethoskop hören
kann, tritt genau in dem Moment auf, in dem
der Blutdruck in der Manschette gerade eben
unter den Druck in der Arterie sinkt. In diesem
Augenblick zeigt das Druckmessgerät den
so genannten oberen oder systolischen
Blutdruck an. Er ist der maximale Druck,
den Ihr Herz erzeugt.
Je mehr Luft aus der Manschette entweicht,
umso tiefer sinkt die Quecksilbersäule
bzw. der Zeiger des Druckmessgeräts.
Sobald das Geräusch des fließenden
Blutes nicht mehr im Stethoskop hörbar
ist, wird ein weiterer Wert abgelesen, der
so genannte untere oder diastolische
Blutdruck.
Der Blutdruck wird also immer durch zwei Werte
angegeben: Der erste ist der systolische,
der zweite der diastolische Druck. Beide Werte
werden in mm Hg gemessen (Hg ist das chemische
Zeichen für Quecksilber). Man schreibt
zum Beispiel 140/85 und spricht 140 zu 85.
Kann
ich den Blutdruck selbst messen?
Die Blutdruckselbstmessung gibt Ihnen und
Ihrem Hausarzt die Möglichkeit, den Erfolg
der blutdrucksenkenden Therapie zu kontrollieren.
Im Handel gibt es automatische Geräte,
die den Blutdruck entweder am Oberarm oder
am Handgelenk messen. Die Messungen
sollten immer zur gleichen Tageszeit,
möglichst im Sitzen und nicht im Stehen
erfolgen. Messen Sie immer
am gleichen Arm. Da die Blutdruckwerte
im Tagesverlauf schwanken ist es sinnvoll,
bei der Messung die Zeit zu notieren. Bei
mehreren Messungen am Tag kann Ihr Hausarzt
so das Blutdruckverhalten im Tagesverlauf
beurteilen. |
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